Disentis: Langer Winter in der Surselva

Sonnenplatz im Skigebiet von Disentis, Foto Heidi Siefert

Man ahnt den herrlichen Tag schon bevor es die Sonnenstrahlen über die Berge ins Tal schaffen. Das von stattlichen Flanken gesäumte Disentis liegt noch im Schatten, während auf dem hoch gelegenen Plateau bei der Caischavedra-Bergstation die Sonne schon für Postkartenidylle sorgt. Noch tragen Bäume und die Hütten aus dunklem, wettergegerbten Holz Schneemützen.

Während uns der Zauberteppich den kurzen Anstieg zum Sessellift abnimmt, der uns in zwei Etappen aufs 2500 m hoch gelegene Lai Alv bringt, ist Zeit zum Schauen und Genießen.

Zum Einschwingen fahren wir die obere Etappe bis Gendousas. Fest und griffig ist der Schnee. „Alles Naturschnee“, erklären die Locals stolz und in ihr Schwärmen über die guten Bedingungen kann man nur einstimmen. Umso genussvoller ist es, da nicht viel los ist auf den Pisten. Samstag ist auch hier An- und Abreisetag, die vielen Skiclub-Kinder, die wir in der Gondel gesehen haben, haben ihr Trainingsareal ganz hinten an den weiten Flanken und Tagesgäste bleiben häufig weiter vorne im Tal hängen. Der höchste Punkt des schneesicheren Wintersportgebiets liegt unter dem Piz Ault. Auf der einen Seite der Bergstation marschieren Tourengeher in höhere Regionen, auf der anderen machen sich Gleitschirmflieger bereit. Auf jeden Fall lohnt es sich auch hier erst einmal zu schauen, ehe es – auch hier unter tadellosen Bedingungen – unter den imposanten Flanken des Piz Gendusas wieder nach unten geht.

Diesmal schwingen wir oberhalb von Lai Alv auf der Panorama-Piste hinüber über Dadens zum Cuolm Da Vi mit seiner nagelneuen Bergstation. Schon im Sommer werden die ersten Godeln von Sedrun herauf schaukeln und die Nachbarorte erstmals auch direkt über den Berg verbinden. Schon heute gibt es eine beliebte Freeride-Strecke hinunter nach Sedrun. Im nächsten Winter wird sie offiziell als solche ausgewiesen und wer sie fährt muss nicht mehr die Bahn nehmen, sondern kommt bequem mit der Gondel wieder ins Skigebiet zurück. Im nächsten Schritt ist ein kleines, feines Bergrestaurant an aussichtsreicher Stelle direkt neben der Bahn geplant.

Unterhalb der geplanten Sonnenterrasse zeihen wir einen Bogen zum Puozas-Sessel, dem ältesten und mit Abstand gemütlichsten im Gebiet. An einem Sonnentag wie diesem kein Problem. Und auch dem riesigen Teddy, der irgendwann vor vielen Jahren plötzlich an einer der Liftstützen hing, scheint die Sonne warm auf den Plüsch-Bauch. Weil die Pisten traumhaft sind, schreckt uns auch der langsame Lift nicht und wir probieren alle Varianten, ehe wir über Dadens wieder hinüber wechseln, um im Panoramarestaurant an der Gondelstation eine Pause mit Aussicht einzulegen. Die letzten Meter bis zur Station fahren wir in der Fun Slope, die sich links der Piste mit schönen Elementen ins Gelände schmiegt. Auf einen Funpark hat man angesichts der Nähe zur Freestyle-Hochburg Flims-Laax bewusst verzichtet und stattdessen eine Variante gewählt, bei der sich auch weniger extreme Fahrer wohl fühlen.

Nach dem Mittagessen macht sich die Frühlingssonne bemerkbar und der Schnee wird schwer. Wir fahren noch einmal ganz hinauf und freuen uns umso mehr, als uns die Einheimischen versichern, dass sie noch einen Weg ins Tal finden und wir nicht die Gondel nehmen müssen. Das Schneeband wird immer schmaler und pappiger, man hört Vögel zwitschern und einen Bach glucksen und muss aufpassen, nicht irgendwo im Aperen zu landen. Aber gerade das zeichnet Frühlingsskifahren aus. Nahe des Reka-Dorfs stehen schon Kühe vor dem Stall in der Nachmittagssonne. Viel ist von den weiten Übungshängen nicht mehr übrig aber genug, um uns auf Ski bis zum Bus zu bringen.    

Die Lifte laufen noch bis 28. April. Am 27. April wird zum Saisonabschluss Spring Break mit Grillen, Chillen und Partymusik von Saxin `the City gefeiert; tagsüber auf Lai Alv, abends in der Après-Ski-Bar Catrina. 

Pauschalen mit 1 ÜN/HP, Liftpass, Konzerteintritt und Freigetränk ab 120 Euro/Pers., Tel. 0041/81/9203040, promote@catrina-experience.com

www.graubuenden.ch/de

www.disentis.fun

  • Hochplateau über Disentis, Foto Heidi Siefert

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